
Podcast 25 Jahre O-SEE Challenge: Vom Spaßprojekt zum Weltereignis
10. August 2025
Die Broschüre 2025 mit allen Infos rund um die Veranstaltung ist jetzt online
12. August 2025Wer sich am vergangenen Samstag gegen 11 Uhr als entspannungssuchender Badegast am Südufer des O-SEE freute, ein ruhiges Plätzchen ergattert zu haben, wurde plötzlich eines Besseren belehrt. Denn die Ruhe verwandelte sich flashmobartigg in ein Gewusel von knapp 50 O-SEE Challenge-„Verrückten“ nebst Freunden und Familie, die nun schon zum 12. Mal die O-SEE Retro zelebrieren. Und dazu gehören einfach schrille Retrosportklamotten, Bikes aus der Jahrtausendwende, Mifa-Klappräder oder selbstgebaute Exoten. Ein Seitenwagengefährt zum Beispiel oder crossfähige Tandems.
Back to the roots lautet das Motto – puristisches Equipment, minimalistische Organisation, null Vorbereitung, keine Werbung. Nur mit einem wurde nicht gespart: mit Humor und Witz – in Erwartung des Zielbieres nach reichlich einer Stunde Quälerei.
Tiefer Sinn der Maßnahme ist das Erleben der O-SEE Challenge zur Stunde 0: Durch den See einmal durchschwimmen, dann auf kürzestem (Wald)weg mit dem Bike bis auf den Parkplatz Hain/Stern radeln und abschließend frontal auf den Hochwald rennen. Verfahren oder verlaufen kann man sich kaum, wenn man die oberste Maxime beachtet: Wenn es nicht bergan geht – ist man falsch. Und so sind tatsächlich auch alle 46 gemeldeten Starter (Teilnehmerrekord!) am Hochwaldturm angekommen, mehr oder weniger außer der Puste.
Das Siegerbier ging heuer komplett an die Sportfamilie Pürschel. Max hüpfte nach 1:01:06 als erster über die vor dem Hochwaldturm über den Weg gestellte Bank. Mutter Madlen tat es ihm knapp 7 min später nach und sicherte sich (mit großem Vorsprung) bei den Frauen das legendäre Siegerbier.
Der Sonderpreis für vorbildliches retrohaftes Verhalten ging an Dr. Nowotny, der sich im stolzen Alter von 75 mit einem original Diamant-Fahrrad und Sandalen dem Rennen stellte.
Aber auch bei der Jugend tut sich einiges. Sie erkennt zunehmend den Kultcharakter des Events und lebt diesen hemmungslos aus. Mit viel Witz und Selbstironie.
Erwähnenswert wäre auch noch die Leistung von Vinci Herfort, der unter dem wachsamen Auge von Papa Philipp als 11-jähriger die Retro meisterte. Chapeau.
Dass bei dem herrlichen Sommerwetter der 4. Disziplin an der Turmgaststätte (feiern) bis in den Abend hinein gefrönt wurde, war zu erwarten. Es war wieder ein wunderbares Erlebnis, von dem alle wieder zehren – bis zur nächsten Retro.
Dass der Berg abschließend allerdings doch, wie so oft in der Vergangenheit, sein Brillenopfer forderte, ist jedoch eine andere Geschichte …
Dank insbesondere an Schülli, Harri, Silvio, Jörg, Jana und Doreen für den Support.
Zur vorläufigen Einlaufliste geht es hier. Die komplette Liste mit Splitzeiten folgt.
Benno
