O-SEE Rookies stehen Rede und Antwort

Rookies 2017 kleinNun sind schon ein paar Wochen vergangen, alle gut regeneriert und da wollen wir doch auch von unseren vier anderen Rookies wissen, wie es Ihnen auf der Strecke ergangen ist. In den folgenden Zeilen schildern die Sportler: Matthias Stöckert, Jana Krüger und Nicole Erley ihre ganz individuellen Erfahrungen, Erlebnissen und Eindrücken der O-SEE Challenge 2017.

 

Wie hat euch die Challenge auf und neben der Strecke gefallen?

Matthias Stöckert: Der Trip war echt anspruchsvoll und das der Wald verschlammt war, eine echte Herausforderung für mich. Beim Massenstart am Schwimmteil war mir etwas mulmig wegen den vielen Kameraden, dennoch bin ich tritt - und schlagfrei ans Ufer gekommen. Nach dem Radfahren, fiel das Rennen schwer, meine Oberschenkel machten kurz zu, doch an der Verpflegungsstelle halfen Wasser und Banane.

Jana Krüger: Ich war sooo aufgeregt – schon Wochen vorher... Mein Fokus war von Anfang an erstmal nur auf dieses Event ausgelegt. Dann war der Tag endlich gekommen. Einerseits war ich glücklich, überhaupt starten zu können (Anfang der Woche machte mir eine Erkältung zu schaffen), andererseits war mir hundeelend. Augen zu und durch!
Schwimmen lief super. Ich bin überall relativ gut durchgekommen und habe auch keine Tritte o.ä. abbekommen. Der Wechsel zum Rad war etwas mühselig – das dauerte einfach zu lange. Die Radstrecke war erwartungsgemäß total schlammig und matschig, aber es hat riesen Spaß gemacht. Sturz- und pannenfrei wieder am See angekommen, folgte die letzte Disziplin – vor diesem Wechsel hatte ich besonders Respekt. Der Anfang war okay, euphorisiert durch die Zuschauer wird man förmlich auf den ersten Metern „getragen“. Die Ernüchterung kam aber ziemlich schnell. Da ich auf der Radstrecke nichts zu mir nehmen konnte, wie eigentlich geplant, fehlte mir die Energie. Ich fühlte mich kraft- und energielos und schlich gefühlt die Laufstrecke entlang. Mein einziger Gedanke war, nicht stehen zu bleiben, weil ich befürchtete, nicht mehr weiterlaufen zu können.

Nicole Erley MTB kleinNicole Erley: Vor dem Schwimmen mit Landgang hatte ich ja schon etwas Respekt - zu Recht, wie mir im Wasser dann schnell klar wurde - allerdings anders als gedacht...
Nachdem ich 2 Tage vor dem Wettkampf ziemlich plötzlich meine Schulter kaum mehr bewegen konnte, hatte ich Bedenken, überhaupt schwimmen zu können. Das ging Gott sei Dank super! Tolles Wasser und keine Orientierungsprobleme, da die Bojen ja ziemlich dicht zusammenstanden (Wenn nur die Badekappen nicht auch gelb gewesen wären :)).
Ich kann mich nicht erinnern, dass bei einem meiner vorhergehenden Wettkämpfe so viel im Wasser los gewesen wäre. Die Team-Schwimmer, die von hinten durch die Classic-Schwimmer "durchgepflügt" sind, machten mir dann zuerst doch etwas zu schaffen - ich sollte einfach schneller schwimmen ;)
Die 2. Runde ging dann sehr viel besser als die erste. Vorgenommen hatte ich mir, möglichst entspannt aus dem Wasser zu kommen. Das hat geklappt.
Beim Wechsel auf's Rad schien das Wetter dann zu halten - hurra - und für mich ging es mit wenig Umziehmaßnahmen (weil frieren ist doof :) ) gleich auf die Radstrecke. Die Rampe diesmal ohne Schaltdefekt geschafft, das war also schon mal erledigt. Energiereserven aufgefüllt - auch erledigt. Ich fühlte mich gut. Dann kamen der Schlamm und die Wurzeln.... und mit ihnen meine mangelnde Fahrtechnik für dieselben, oder war's eher der Kopf? Keine Ahnung, auf jeden Fall war hier das erste Mal Schieben angesagt.
Als es zum Hochwald hochging war dann auch Schieben angesagt - leider ziemlich lang. Naja, genutzt, um nochmal zu essen. Die Abfahrt verlangte dann auch noch mal "etwas" Konzentration ... Irgendwann zeigte mein Navi noch immer knapp 300 noch zu fahrende hm (und dementsprechend dachte ich, mir noch etwas an Körnern übrig lassen zu müssen) und dann war ich auch schon im Ziel (hm, ob die Topo-Karte von Garmin Probleme mit der Grenznähe hatte???).
Was soll's - ab auf die Laufstrecke mit mittlerweile viel Sonne und keiner Gefahr mehr für technische Pannen. Ich habe den Lauf sooo sehr genossen und die Aussicht, die längere Strecke gleich tatsächlich geschafft zu haben, dass das Tempo irgendwie auf der Strecke geblieben ist, haha :).

 

Habt ihr alle euer Ziel sturz- und verletzungsfrei erreicht?

Matthias Stöckert: Ich bin gesund und munter im Ziel angekommen.

Jana Krüger: Völlig ko und unheimlich glücklich habe ich meinen ersten Triathlon gefinished. Auch meine Zielzeit habe ich, wenn auch nur knapp, erreicht – was will man mehr :-)

 

Wie waren die Emotionen am Start und wie beim Zieleinlauf? Wird es ein Comeback geben?

Nicole Erley Run kleinMatthias Stöckert: einfach großartig!!! Die Organisation und das Drumherum waren bestens geplant und durchgeführt. Auch als Rookie fühlte ich mich willkommen und aufgehoben.
Komischerweise war ich vor dem Start sehr ruhig und konzentriert, weil ich an den Tagen zuvor sehr aufgeregt war. Beim Zieleinlauf waren dann schon ein paar Tränen im Auge.
Ich bin sehr stolz auf mich und meine Leistung und das Ergebnis.
Da ich hier lebe, alle Möglichkeiten vor der Tür sind, werde ich wiederkommen und bei der nächsten Challenge mit am Start sein.

Jana Krüger: Am Schwimmstart traf ich die Vereins- und Trainingskolleginnen. Jeder wünschte sich viel Glück und vor allem Spaß. Dann blieb nicht mehr viel Zeit zum Überlegen, es ging los. Das Tolle war, dass man zwischendurch immer wieder bekannte Gesichter sah – an der Strecke sowie andere Teilnehmer – was unheimlich motivierte durchzuhalten. Irgendwann war ich doch auf den letzten Metern und sah meine Familie, die sich zum Anfeuern auf den letzten Metern der Strecke verteilt hatten, und das Ziel in greifbarer Nähe... Geschafft!!!
Vielen Dank an alle, die dieses Event so besonders machen. Wir sind seit Jahren als absolute Fans dabei – erst als Zuschauer, dann als Staffelteilnehmer und jetzt sogar als Einzelstarter – und dieses Wochenende ist immer fett im Kalender eingetragen. Ich möchte auch meiner Familie von Herzen „Danke“ sagen, die mich beim Training so toll unterstützt und mir dafür den Rücken freigehalten hat.

Nicole Erley: Im Ziel angekommen kann ich sagen: Es hat mega viel Spaß gemacht, die Strecke war toll - auch wenn ich für die Radstrecke noch ein bisschen Technik zulegen muss - die Organisation war super, das Event drumherum ein echtes Fest.
FAZIT: In den nächsten Jahren steht die O-SEE Challenge ganz sicher auf meinem Wettkampfplan :) - und vielleicht bringe ich auch noch den ein oder anderen mit!

Unseren Rookie Matthias Stöckert hat die O-SEE Challenge und das Flair Drumherum so fasziniert, dass er sich kurzer Hand entschlossen hat, ab sofort dem O-SEE Sports e.V., in der Abteilung Crosstriathlon, beizutreten und so das ganze Jahr über etwas O-SEE Challenge (Trainings-)Flair erlebt :-)
Das freut uns natürlich sehr!

 

Es war schön euch alle kennenzulernen und wir hoffen natürlich auf ein Wiedersehen 2018!