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Athletenberichte

Nur die Harten kommen in den Garten

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Samstag war es endlich soweit. Ein halbes Jahr angemeldet, um die dritte Station des Sachsendreiers zu vervollständigen. „Sachsens Triathlon Dreier“ ist eine gemeinsame Aktion der Veranstalter der drei renommierten sächsischen Ausdauerwettkämpfe Falkensteiner Powerman Duathlon, Moritzburger Schloss-Triathlon und O-SEE Challenge. Falkenstein und Moritzburg waren abgehakt, die O-See Challenge nun auch. 
Falkenstein war hart, der Schlosstriathlon in Moritzburg war anstrengend, die O-See Challenge, auch XTERRA (Crosstriathlon), war der Hammer. Dagegen ist ein olympischer Triathlon Kindergeburtstag.  
Zu den Fakten 1,5km Schwimmen, 36km MTB mit 977Hm Gesamtanstiege, 9km Trailrun. 
Schwimmen ist immer flach, auch beim XTERRA. Das Wasser war frisch, bei den Crossern wird aber nicht so gejammert wie bei den Triathleten, 22°C zu warm, also alle ohne Neo, fertig. Raus aus dem Wasser und auf die MTB-Strecke. Erste Hürde eine Rampe, wie man sie aus Oberhof im Biathlonstadion kennt, hast du nicht genug Schwung, fällst du einfach vom Rad. Es ging ganz easy weiter, auf schönen Sand- und Schotterwegen. Damit war es aber nach ca. 5km vorbei. Da es in der Nacht zuvor geschüttet hat was das Zeug hält, war die Strecke in manchen Abschnitten dementsprechend aufgeweicht. 
Anfangs hat man noch versucht, den Schlammlöchern auszuweichen, ich habe es bis zum ca. 10. Schlammloch geschafft, dann war ich drin im Schlamm und durch, die Pedalen und das Tretlager verschwanden im Schlamm. Anstiege waren okay, steil, aber ich komme ja aus den Bergen. Nur ab und an wurde es grenzwertig, dann wechselten sich Steinbrocken und Wurzeln in den Anstiegen ab. Das hat mich zweimal zum Absteigen gezwungen. Rampen waren drin, die waren so heftig, dass das große Kettenblatt aufsetzte.  
Hatte ich bisher noch Ambitionen, irgendwo im vorderen Mittelfeld zu landen, verflogen diese Ansprüche mit der ersten „Abfahrt“. Das Ding würde eher als Bachlauf durchgehen, denn als Abfahrt. Fußballgroße Steine, Rinnen, Wurzeln, für mich als Schisshasen nicht fahrbar, aber es ging mir nicht alleine so.  
Anstiege und Abfahrten wechselten sich ab und irgendwann, nach unzähligen weiteren Singletrails, Schlammlöchern und Rampen war die 2. Wechselzone erreicht. Es ging auf die Laufstrecke, sorry Trailrun. So war es Trailrun um den See herum. Der See heißt Olbersdorfer See, daher auch O-See Challenge. Mal eine Böschung hoch, dann wieder runter. Bahnschwellen als Treppen gelegt hinauf und hinunter. Nach 9km war auch der dritte Abschnitt nach Schwimmen und MTB geschafft und ich habe meinen Sachsendreier.  
Ein Malheur ist mir noch beim Wechsel passiert. „Anfängerfehler“. Startnummer vergessen, nach einem Kilometer also wieder zurück, Startnummer umschnallen und noch einmal los. Ich wollte nicht riskieren, dass mir in der letzten Disziplin noch ein Kampfrichter wegen der fehlenden Startnummer meinen Sachsendreier vermasselt.  
Es war hart, sehr hart, aber irgendwann komme ich wieder, versprochen.
 

O-See Challenge 2011

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Auch von mir ein ganz herzliches und dickes Dankeschön an Benno und das gesamte Org.Team für diese großartige O-See-Challenge. 
Nach der Absage im letzten Jahr habt Ihr es dieses Jahr wieder richtig krachen lassen und eine Top-Veranstaltung aufgezogen. 
Das war wieder ganz großer Sport und es passte diesmal ja (fast) alles. Das Wetter war super, die Organisation wie immer spitze und das große und internationale Starterfeld war einfach Wahnsinn und sehr, sehr beeindruckend. Da sieht man auf der Strecke Franzosen, Neuseeländer, Südafrikaner, Amerikaner, Slowaken etc. durchs Zittauer Gebirge radeln, das hat schon was und ist einfach schön! Sieht man ja nicht sooo oft. 
Zitat von einem neuseeländischen X-Terra-Teilnehmer: "Wir waren gerade in den USA und da sind wir mal schnell rübergekommen." 
Trotz ihrer Größe und Popularität hat die O-See-Challenge ihren familiären Charakter aber nicht verloren und ist und bleibt auch immer noch ein schöner und anspruchsvoller Crosstriathlon für die einheimischen Hobbysportler. 
Genau solche Veranstaltungen und Werbung braucht die Region und die O-See-Challenge trägt ganz sicher stark dazu bei, die schöne Oberlausitz weltweit bekannt zu machen. 
Vielen Dank und Hut ab für dieses klasse Event! 
Sport frei! 
Stefan
 

XTERRA Germany

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Wieder einmal zog es mich in das schöne Zittau – genauer gesagt nach Olbersdorf, von dem Ort, von dem der See (O-See – sprich: Ossi lächelnd) seinen Namen hat. Die Wettkampfstrecken wurden etwas modifiziert begründet darin, dass das schlimme Hochwasser im letzten Jahr ein oder anderen Weg an der deutsch-tchechischen Grenze einfach weggespült hatte. Das war auch der Grund, warum ich rechtzeitig angereist bin, um die neuen Streckenabschnitte noch einmal zu inspizieren.
Die gute Wetterprognose sollte eintreffen, lediglich Starkregen und Gewitter einen Tag vor dem Rennen verwandelten (vor allem die neuen) Streckenabschnitte in tiefe Schlammlöcher und waren zum Teil fast nicht befahrbar. Aber alles in allem erschien mir die Strecke durchaus als schwer zu bezeichnen und EM bzw. DM würdig.
Erstmalig wurden auf deutschem Boden die Europameister und deutschen Meister in einem Rennen ermittelt und das auf Strecken die absolut dieses Prädikat verdient habe. Ebenso die Veranstaltung an sich, die ein internationales Top Starterfeld aufzeigen konnte: Olympia-Teilnehmer, Weltmeister, Europameister und deutsche Meister der vergangenen Jahre aus der ganzen Welt fanden den Weg in die Oberlausitz: sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren. Und die Veranstaltung an sich stellt sich mit Rahmenprogramm und Location mit an die Spitze (wenn wir Maui einmal ausklammern) des XTERRA-Zirkuses - und das weltweit. Von der einmaligen familienfreundlichen Kinderbetreuung, über die Party am Abend nach dem Rennen bis zur Zimmervermittlung: es stimmt einfach alles.

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von Bernd Kiesel

Xterra Maui 2008 – von Bernd Kiesel im Original unter

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www.kiesel-ist-online.de


5:45
Der Wecker klingelt und der erste Blick gilt dem Wetter - hmm der Vulkan ist gänzlich ohne Wolken und das verpricht dann meistens dass es heiß werden könnte, also ist ein Sun Blocker gefordert. Ein kurzes Frühstück und dann gehts mit dem Bike zum Start (ca. 15 min).



7:30
Beim einchecken ist alles sehr easy und relaxt - was mich eher verwundert für die amerikanischen Verhältnisse. Die Helme werden nicht kontrolliert - lediglich ob der Lenker an der Seite geschlossen ist - seltsam. Rad einfach in den Park Fermé schieben, einstellen - fertig - so einfach kann das gehen. Kurz zum "Bodymarking" und dann auf den Start warten.

8:10
Einschwimmen - g... - keine große Wellen und warmes Wasser - das ist Triathlon par Excellance
danach noch ein bischen Pre Race Small Talk und dann auf den Start warten.

8:45
Letzte Instruktionen vom Race Marshall, der Hawaiianische Segen darf nicht fehlen, Gebet vom Pfarrer und die obligatorische Nationalhymne (nicht gehört wegen dem Hubschrauberlärm...) - das typische USA-Programm eben.
9:00
Startschuß - ich komme gut weg und finde eine kleine Gruppe - offensichtlich schwimme ich eher im 1/3 des Feldes - der Plan ist die ersten 750 m kontrolliert zu schwimmen - dann ein eher entspannter Landgang und die zweiten 750 m zuzulegen, da dann das Feld kleiner ist - so wars dann auch - das Schwimmen war perfekt für mich - immerhin viele grüne und rote Bademützen um mich herum: d.h. Profis schwimmen hier nicht wirklich schnell.

9:20
rein in die Wechselzone, - puhhh - anstrengend, geht einige Meter bergauf und ist ziemlich lange. Aufs Bike und ab.... kann mich in einer kleinen Gruppe etablieren - gut: Windschattenfahren ist erlaubt. Dann: oh Schreck: so ein Hirni will rechts überholen und donnert mir voll ins Hinterrad: Schaltwerk verbogen, aber bis auf die unteren 2 Gänge geht alles, oben schaltet sich etwas unkontrolliert und ruppig. Aber ok, das ist XTERRA.... Es läuft soweit ganz gut, die ersten 9 Meilen gehts bergan (insgesamt sind 1300 HM zu absolvieren) mit ein paar Wellen und Gegenhängen. Nach ca 4 M habe ich den ersten Durchschlag, der Schaden ist fix behoben, den zweiten Platten nach 4,5 M - hmmm jetzt sollte eigentlich nichts mehr passieren und nach 6 M den dritten Platten - aber keine Schlauch mehr - das ist blöd - im No-Wheres-Land, ich warte und rufen nach Tubes and Air und tatsächlich hält ein Athlet und gibt mir was - Thanks - aber: trotz jetzt konsverativer Fahrweise hole ich mir den 4. Platten - da habe ich 20 Jahre keinen einzigen Defekt im Rennen und das jetzt - aber mittlerweile bin ich relativ entspannt da die gute Platzierung eh hinfällig geworden ist - wieder warte ich und wieder hilft mir jemand - mittlerweile befinde ich mich eher gefühlt ziemlich hinten und überhole nur noch - aber es läuft wieder und ich werde ins Ziel kommen, dh ich muss ja. Ich denke ich habe über 30 min durch die Flickerei und Warterei verloren und außerdem merke dass meine Federgabel komplett fest ist und nicht mehr einfedert: ein Materialintensives Rennen heute - denke ich mir, fehlt nur noch dass eine der uneingzäunten Kühe, die die Wege kreuzen mich zu Fall bringt - aber da habe ich Glück gehabt. Zeitgefühl habe ich keines Mehr als ich zum laufen komme, aber es geht ja mittlerweile um nichts mehr...


Die Sonne sticht schon erheblich heute und ich bin um jede Wasserstelle froh - ich kann zwar noch etliche Plätze nach vorne laufen - aber das Gelbe vom Ei ist das auch nicht mehr. Die Laufstrecke ist noch mal heftig: die ersten 3 Meilen gehts nur bergauf - dann wieder zum Strand, am Strand entlang (teilweise bin ich im Wasser gelaufen, da es sich da besser läuft als im tiefen Sand.), dann duchr den "Spoky Forrest" über Wurzeln, über Bäume, unter Bäumen durch, danach wieder übers Lava am Strand entlang zum Ziel - endlich!!!


Trotz allem: ich habe gefinisht, um eine Erfahrung reicher und beim nächsten Mal wird es bestimmt besser werden. I'll be back! Ich will den Maui-Code noch mal knacken :-)


NB: ich hoffe dass Zittau durch den XTERRA Status nichts an seiner Ursrpünglichkeit verliert. Ich werde auf jeden Fall 2009 da sein

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