O-SEE - Emotions 2017

Die O-SEE/XTERRA Germany 2017 mit all Ihren Wettkämpfen und Highlights ist inzwischen Geschichte. Was bleibt, sind Eindrücke und Erinnerungen von einem unvergesslichen Wettkampfwochenende am O-SEE resp. Naturpark Zittau Gebirge. Erinnerungen an tolle Bilder und Sequenzen. Erinnerungen - eng verbunden mit beeindruckenden Impressionen und tiefen Emotionen. Und davon gab es 2017 wieder reichlich, insbesondere hinter der Finishline …

Philipp Herfort war mit wachem Auge und guter Kamera auf Motivsuche, hat die schönsten Momente eingefangen und zu einem stimmungsvollen Trailer verarbeitet. Besser kann man das, was hinter der Ziellinie passiert, wohl kaum in Szene setzen. Look there:

Urkunde gefällig?

Ihr wollt Eure Zeiten schwarz auf Farbe, dann holt euch hier Eure O-SEE Challenge-Urkunde!

Was müsst ihr machen? Ganz einfach, zuerst den Link anklicken, dann Eure Startnummer eingeben und los geht's mit dem Druck der Urkunde!

 

Die O-SEE-Helferparty

Nachdem ihr Eure Freizeit geopfert und Mühen auf Euch genommen habt, um die O-SEE wieder zum ultimativen Event werden zu lassen, ist es nun an der Zeit, DANKE zu sagen und etwas „Party zu machen“. Wie schon 2016 mit griechischem Flair und hoffentlich bestem Spätsommerwetter. Es ist eure Party, also kommt vorbei und lasst euch feiern! Das erfolgt natürlich nicht einfach nur so, wie immer mit ein paar Klassikern, wie Slideshow und Videoeinblendungen sowie der legendären Tombola. Und… es darf auch getanzt werden.

Jeder Helfer ist recht herzlich am 08. September eingeladen, zusammen mit dem Orgteam der O-SEE Challenge das Erreichte zu feiern.

Helferparty 2017

Bennos Schlussstatement zur O-SEE Challenge 2017

 DSC0959 Panorama

Schön, einfach nur schön, so der O-Ton derer, die sie mit erlebt haben, die 17. O-SEE Challenge.


Alles fügte sich und passte am Ende: Für Olbersdorfs Bürgermeister war es die die farbenfroheste O-SEE Challenge „ever“. Für mich persönlich die harmonischste – und das nicht nur wegen des nun existierenden Kooperationsvertrages zwischen den Veranstaltergemeinden Zittau und Olbersdorf und O-SEE Sports. Die O-SEE Challenge 2017 hat nun vollendet das gezeigt, was sie in unseren Visionen immer sein sollte: Kultevent, Sportwettkampf auf Weltniveau, Volksfest, angesagtes Kids-Race, Szenetreff (europaweit), Touristikmessestand, Partymeile, Familienmagnet. Dieses permanente Justieren und Feilen am Konzept zahlt sich jetzt aus. Nun haben wir ein stimmiges Gesamtpaket und können uns alle gemeinsam freuen, dass wir das so hinbekommen haben.  Der Ruf der O-SEE, ihr Flair,DSC 7408 die Gastfreundlichkeit der O-SEE Family ist inzwischen schon  legendär und  die gesamte Veranstaltung schickt sich an, ein Klassiker zu werden. Daher sollten wir uns auch hüten, jeder Mode und jedem Trend sofort hinterherzurennen, um das Ganze kurzfristig noch mehr zum Spektakel werden zu lassen und dabei die Einmaligkeit gegen Beliebigkeit auszutauschen, z.B. indem man sich vom 1-Runden-Konzept bzgl. der Bike oder Trailrun-Strecken verabschiedet und auf das schon fast schon standardisierten 2-Runden Konzept bei XTERRA-Events umschwenkt. Was möglicherweise für uns sogar weniger Arbeit mit sich bringen würde… Aber wie gesagt, wir sind eben kein beliebiges XTERRA Event. Wir sind O-SEE Challenge plus XTERRA. Es gibt kein, wirklich kein XTERRA-Event außer vielleicht der WM auf Maui, was auch nur annähernd in Sachen Event-Kultur mit der O-SEE Challenge zu vergleichen wäre. Ich meine nicht den sportlichen Level der Veranstaltung und die Organisation des Wettkampfes an sich. Hier sind wir eines von 3 Gold-Races der Europe Serie, gleichauf mit Frankreich und der Schweiz. Bei all der Euphorie und Freude muss ich es aber auch immer wieder betonen und ansprechen: Hinter dem Erfolg und der bemerkenswerten Entwicklung steckt so unendlich viel Arbeit, so viel gebundene Freizeit, die ein kleiner Sportverein über 17 Jahre für dieses Projekt O-SEE Challenge geopfert und damit der Region so ein Geschenk gemacht hat – danke O-SEE Sports, Ihr seid eine phantastische Truppe. Inzwischen kann die Veranstaltung und alles was sich „drumherum“ über das Jahr entwickelt hat und zukünftig noch entwickeln wird durchaus als Wirtschaftsfaktor für die Region gewertet werden. In einer Diplomarbeit wurde diese Wertschöpfung nun auch untersucht und jährlich mit einem mittleren sechsstelligen Betrag beziffert. Das ist nicht mehr nur Fun.


Alles fügte sich und passte am Ende: Dabei stand die O-SEE 2017 anfangs unter keinem so guten Stern, denn sie musste sich bzgl. des XTERRA Germany als Konkurrenz zur fast zeitgleich in Kanada stattfindenden ITU Weltmeisterschaft Cross-Triathlon behaupten. Aber der befürchtete Aderlass bei den Elitstartern und ambitionierten Agegroupern blieb aus. Der XTERRA Germany hatte letztendlich mit 48 Elitestartern ein höherkarätiges Starterfeld als die WM und stellte damit ihre Attraktivität unter Beweis. Das war für uns und auch für das XTERRA Management um Nico Lebrun eine faustdicke Überraschung.


Alles fügte sich und passte am Ende:  Die Wetterprognosen waren noch drei Tage vor der O-SEE schlichtweg verheerend. Und was war? Abgesehen von einer Sturm- und Starkregeneinlage in der Nacht zum Samstag, die das Areal mal kurz in einen Kriegsschauplatz verwandelte, hatten wir Traumwetter. Das beeindruckte sogar XTERRA Urgestein Dave Nicholas und er notierte in seiner Kolumne: And it did´nt rain – not a drop. Für den wetterverwöhnten Hawaiianer ist es selbstverständlich, dass es in Europa eigentlich immer regnet…Durch die Starkregeneinlage hatten wir auf den Wettkampfstrecken jedenfalls feinste Schlammbedingungen – so wie es echte Crossathleten und die Fotografen lieben.


Alles fügte sich und passte am Ende: Vor der O-SEE prasselten fast täglich Hiobsbotschaften untersetzt mit effektvollen Fotos bzgl. des Zustandes der MTB-Strecken wegen der gerade laufenden Forstarbeiten über uns herein. In der Tat war der Forst in weiten Streckenteilen zugange. Natürlich hatten wir Kenntnis davon und hatten uns im Vorfeld mit der Forstbehörde der Stadt abgestimmt und uns auf einen Zeitplan verständigt. Und es hat funktioniert, die Strecken waren 14 Tage vor Wettkampfbeginn komplett hergestellt und grundsätzlich nutzbar. Auch an dieser Stelle ein Dankeschön. Vielleicht gelingt es uns ja im Zuge zukünftiger Forstarbeiten sogar, diesen oder jenen Streckenabschnitt weg von den normalen Wegen zu bekommen, um ihn gleich als Trail in den Wald zu legen, wenn ohnehin schon schwere Technik alles umpflügt. Das äußerst erfolgreiche SingleTrek-Projekt der Tschechen lässt grüßen… Man sollte es mal durchdenken, gemeinsam. Wir wollen ja ein Klassiker werden, attraktiv genug, um „Verrückte“ aus ganz Europa anzulocken.


Alles fügte sich und passte am Ende: Seit 3 Jahren habe ich die Vision, die O-SEE Fanfare zur Eröffnung mal live aufführen zu lassen. DSC0743 Diese hatte ich mir 2004 von der britischen Rockband Emerson Lake & Palmer „ausgeliehen“, weil sie wunderbar als Untermalungsmusik für die nicht endenden Siegerehrungen einsetzbar ist, ohne langweilig zu werden. Was ich viele Jahre nicht wusste: Das Original stammt von dem amerikanischen Komponisten Aaron Copland und wurde 1942 erstaufgeführt. Seitdem haben sich viele Bigbands an der Copland-Fanfare versucht und diese interpretiert. EL&P haben dies dann mit dem guten alten Moog-Synthesizer 1971 auf Ihre Weise nahezu genial getan. Nun sollte diese Copland-Fanfare also in klassischer Form am O-SEE erklingen. Also musste wenigstens eine Bigband her. Das gab es noch nie - eine Bigband am O-SEE. Ob das funktioniert, ob das die erhoffte Wirkung entfaltet war die spannende Frage. Das Wagnis, auch finanziell war schon groß. Aber es hat sich gelohnt. Der Eröffnungsabend wurde zum unvergesslichen Ereignis, die vielen Ehrengäste und VIP´s haben es sichtlich genossen. Und als der alte Ami Dave die Bühne enterte um kurzentschlossen Frank Sinatras „under my skin“  darzubieten, gab es stehende Ovationen. Danke der Werkstatt Bigband aus Dresden, dass sie sich auf dieses Abenteuer eingelassen hat. Nun haben wir also für den Freitag auch schon wieder den Maßstab verschoben…


Alles fügte sich und passte am Ende: Der eigentliche Race day am Samstag verlief pannenfrei, wir blieben von schweren Unfällen verschont und es war bei den Herren sogar mal wieder richtig spannend. Selbst die nicht endende Siegerehrung verlief einigermaßen harmonisch und völlig geordnet. Auch das OpenAir am Abend – Stimmung, Sommernachtsparty. Die irische Band mit einer Power-Frontfrau hat einen sauguten Job gemacht. Und die EXPO? Auch hier Harmonie. Seit dem neuen Aufbaukonzept, welches 2016 erstmals getestet wurde, entwickelt sich der gesamte Bereich Expo und Freizeit rasant. Zuschauer und Athleten nehmen die Expo Area an, Aussteller sind zunehmend begeistert und kündigen schon jetzt an, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Hatten wir so eher selten.

Neuerungen: DSC1024

  • erstmals begleiteten wir medial „Wettkampfneulinge“ als Rookies of the O-SEE Challenge und das werden wir auch so beibehalten
  • die Pressekonferenz wurde über Facebook live gestreamt, mit beachtlicher Resonanz
  • ein schickes neues Startnummernlayout, passend zum Gesamterscheinungsbild inkl. Personalisierung (Vorname)
  • eine professionelle Moderation bei den X´Kids, die das sichtlich genossen haben
  • zwei zusätzliche Zuschauertribünen im Zieleinlauf und Servicebereich. Diese wurden sehr gut angenommen, insbesondere die am Servicebereich, das Konzept wird weiterentwickelt
  • eine zweite LED-Wall im Zieleinlaufbereich
  • endlich ein Monitor am Zieleinlauf, welcher bar die Zieleinläufe mit dokumentiert und so die Moderation verbessert hat
  • Änderung des XTERRA MTB-Trails im Bereich Ochsenstein mit dem Ziel der weiteren Erhöhung des Trailanteiles
  • Nachhaltigkeit wird zum zentralen Thema bei der Organisation und Durchführung-> green championships


Kritik- und Verbesserungswürdiges: - > es gibt immer was zu verbessern…

  • ein nichtendender Siegerehrungsmarathon, Straffung tut not
  • der Audiobereich am Start braucht „mehr Power“ – war schon besser aber immer noch nicht ganz…
  • zu wenig Finishermedaillen vorrätig, der Ansturm der Kids hat unsere Kalkulationen bei weitem übertroffen
  • Der Bikewaschplatz muss in der Kapazität erhöht werden, vielleicht daneben gleich noch ein „Menschenwaschplatz“?
  • die Qualität der Finishershirts Baumwolle war nicht „so toll“
  • ich hab einen Stand vermisst, wo man mal einen so richtig guten Latte Macciato  oder Espresso trinken konnte, schade dass es das Bürgercafé nicht mehr gibt

Stichwort Teilnehmerzahl: 1185 Athleten aus 24 Nationen (2016: 1030 Teilnehmer aus 23 Nationen) waren am Start, gemeldet waren 1265. Ein satter Zuwachs von 20% war bei den Kids (270) zu verzeichnen.
Stichwort Rahmenprogramm: Dazu wurde schon viel gesagt. Aber die Zittauer Tanzformationen ZRookers und 1st RevoluZion sowie die Trial-Künstler um den Dresdner Sebi Hopfe gehören schon zum Inventar der O-SEE, der Bertsdorfer Zirkus Applaudino sollte es auch werden. Die Performance am Sonntag war schlichtweg atemberaubend. Dass ein oder zwei gute Bands am Samstag, zusammen mit einem fähigen DJ das Salz in der Eventsuppe sind, hat sich nun herumgesprochen. 2017 hat es gut gepasst. Für 2018 sind wir auf der Suche, aber ich hab da schon was läuten hören…

Was es sonst noch so zu berichten gab: DSC3049

  • 10 gelbgespritzte Fahrräder in Zittau und Umgebung verteilt als Werbeträger für die O-SEE, danke den Initiatoren!
  • eine coole Strandbar, dank Heppi
  • das O-SEE Logo mitten auf dem O-SEE auf einen Wasserschleier projiziert, eine wunderbare Idee der Lichttechniker,
    viel besser als Feuerwerk…
  • die Beißerwade ging 2017 an das "O-SEE Sports-Eigengewächs" Eric Friemelt

Wir sehen uns wieder zur 18. O-SEE Challenge  am 17.-19. August 2018!
                                   
Herzlichst  Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager & DANKE an alle für alles !!!

 DSC3574

O-SEE Challenge – eine Rookie Rückblende

Rookie Erfahrung Andy Hebeisen 1 kleinBis zum Start…


…ist’s nicht mehr lang. Nervosität? Druck, Spannung – wie nennt man das genau, wenn man die Startnummern und die Details in den Fingern hält? Wenn die Knie vielleicht etwas weich werden? Man(n) zum gefühlt 100sten Mal den Weg zur Toilette begeht und sich ein etwas flaues Gefühl im Magen breit macht. Auf der Bühne, oder eben vorher nennt man es Lampenfieber – ich kenne es gut. Das hat den Vorteil, dass ich darauf hoffen darf, nach dem Starthorn nicht mehr damit geplagt zu werden.


ON YOUR MAAAARKS… Rookie Erfahrung Andy Hebeisen 2 klein


…ok, die Zeit ist da – es geht los. Lampenfieber ist weg, Konzentration und eine gewisse Entspanntheit herrschen vor. Da ist das Horn, brrrrr ist das kalt – oder doch nicht? Das schon fast meditative Schwimmen läuft gut, ab aufs Bike. So. Jetzt offenbart sich, was die erfahrenen Triathleten mir sagen wollten mit: die Bikestrecke sei sehr hart. Ich hab ja trainiert und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mir dabei viel geschenkt hatte aber diese „Schlamm-Bike-Schiebe-Expedition“ in der Zittauer Hügellandschaft (man möge mir Schweizer die Bezeichnung Hügel vergeben :-) ) ist von einem anderen Planeten. WOW. Müde aber happy mit mir selber, bereite ich mich auf den letzten Metern mental auf die Laufstrecke vor. Nun passiert das, was erfahrene Triathleten natürlich als Lehrgeld bezeichnen werden. Übelste Krämpfe verhindern einen schnellen Wechsel und zwingen mich zu einigen Dehnübungen. Aufgeben kommt im Wortschatz nicht vor, aber die Selbstsicherheit hat einen ordentlichen Knacks erhalten. Die Route empfinde ich als traumhaft schön, nur das mit dem Geniessen… das kriege ich nicht hin. Der Kampf mit dem Krampf…
Die Lautsprecheransagen werden lauter, das Ziel rückt in greifbare Nähe, das letzte Hindernis – ich bin durch. Irgendwie kann ich es gar nicht glauben, werde im Ziel grad angesprochen, das erste Bier schmeckt wunderbar. Echt jetzt, bin ich da? War‘s das? Ja, aber…


Was lange währt wird endlich… Rookie Erfahrung Andy Hebeisen 3 klein


…gut? Die Challenge hat mich physisch wie psychisch stark gefordert und mich um eine bleibende Erfahrung reicher gemacht. Das Ziel den X-Terra unter 5 Stunden zu meistern habe ich trotz Matsch, blauen Flecken und etwas Muskelkater mit einer Schlusszeit von 4:42 geschafft. Der Wettkampf, oder in meinem Fall die selbstauferlegte Individualchallenge, hat tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Das Org Team, für mich allen voran mit Heike und Falko, die Schiedsrichter, die Damen an der Startnummernausgabe, die Verpflegungsposten – alle, aber wirklich alle sind mit Herzblut bei der Sache. Auf und neben der Strecke, an den unwegsamsten Orten stehen, sitzen Zuschauer, mal alleine, mal mit Hund auf der Parkbank, mit Campingstühlen mitten im Wald oder zu zehnt in unmittelbarer Zielgeländenähe auf Festbänken: Sie alle rufen, klatschen, motivieren und haben ein Lachen auf dem Gesicht. Zittau & Co, Ihr habt meinen Respekt!
Die „AfterChallengeParty“ braucht keine Beschreibung – ich hab‘s genossen.
Ob es ein Wiedersehen gibt?


1 mal ist kein Mal :-)


Vielen Dank für alles, es grüsst herzlich aus der Schweiz
Andy